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Wichtige Informationen zum Evangelischen Kirchenbeitrag
  • !! Unser Tip: Beim Steuerausgleich 2009 können erstmals bis zu € 200,- Kirchenbeitrag berücksichtigt werden! !!
  • Rechtsgrundlage für den Evangelischen Kirchenbeitrag in Österreich ist vor allem die Kirchenbeitrags- und Finanzausgleichsordnung (KBFO). (Kirchengesetz der Evangelischen Kirche A.u.H.B.in Österreich)
  • Kirchenbeitragspflichtig sind alle Evangelischen mit Wohnsitz in Österreich ab dem Jahr nach dem 19. Geburtstag ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit in der Pfarrgemeinde, in deren Gebiet der Hauptwohnsitz liegt.
  • Der Kirchenbeitrag wird mit einer festen Formel berechnet und hängt vom steuerpflichtigen Einkommen oder dem zustehenden Unterhalt bzw. dem Lebensaufwand ab. Je niedriger das Einkommen ist, desto niedriger ist der Kirchenbeitrag.
  • Diese Formel zur Ermittlung der Höhe des Kirchenbeitrags ist in der KBFO gesetzlich festgelegt und kann nicht verhandelt werden. Allerdings ist beispielsweise eine vorübergehende Ermäßigung in Notlagen möglich. Dafür sind Einkommen und Belastungen nachzuweisen.
  • Auch wer kein steuerpflichtiges Einkommen hat, ist kirchenbeitragspflichtig. Der Mindestbeitrag errechnet sich aus dem sogenannten „Lebensaufwand“. Dies ist eine bestimmte monatliche Summe, von der angenommen wird, dass sie zum Leben in Österreich in jedem Fall benötigt wird.
  • Nicht beitragspflichtig sind Personen in Ausbildung (entsprechende Nachweise müssen vorgelegt werden).
  • Wenn die zur Ermittlung des Einkommens erforderlichen Unterlagen nicht vorliegen, erfolgt die Vorschreibung aufgrund einer Schätzung des Einkommens. Diese Schätzung kann natürlich zu hoch oder zu niedrig sein. In diesen Fällen sollten Sie Ihr Einkommen nachweisen, dann wird der Kirchenbeitrag korrekt berechnet.
  • Ist nur ein Ehepartner Angehöriger der Evangelischen Kirche, gilt folgendes: beziehen beide Ehepartner Einkünfte, entrichtet der evangelische Partner den Beitrag nach seinem Einkommen. Ist der evangelische Partner Alleinverdiener, ist sein Kirchenbeitrag um jenen Betrag zu vermindern, den der nichtevangelische Partner an seine Kirche (nur anerkannte Religionsgemeinschaften) leistet, höchstens jedoch um die Hälfte (dies gilt auch im umgekehrten Fall; wenn der z. B. katholische Partner Alleinverdiener ist, kann die kath. Vorschreibung um den evang. Beitrag verringert werden).
  • Ist der evangelische Partner ohne oder ohne ausreichendes Einkommen, ist die Beitragsgrundlage der ihm gegenüber dem anderen Ehepartner zustehende Unterhaltsanspruch (in der Regel ein Drittel des Einkommens des nichtevangelischen Ehepartners), vermehrt um das eigene nicht ausreichende Einkommen, bzw. sein Lebensaufwand. Dabei ändert sich die Berechnungsformel, indem nur € 22,-- abzuziehen sind.
  • Kinderfreibeträge: Für jedes Kind, für das dem Beitragspflichtigen Kinderbeihilfe zusteht, wird der Kirchenbeitrag in der Weise ermäßigt, daß die Beitragsgrundlage für jedes Kind um jährlich € 1.380,-- herabgesetzt wird (für ein behindertes Kind um € 2.760,--).
  • Für Alleinverdiener, die Anspruch auf den steuerlichen Alleinverdienerabsetzbetrag haben, wird die Beitragsgrundlage um jährlich € 960,-- herabgesetzt. Dasselbe gilt für Alleinerhalter.
  • Sämtliche Zahlungen werden auf die jeweils älteste fällige Beitragsschuld angerechnet.
  • Gegen den Kirchenbeitragsbescheid kann innerhalb von vier Wochen nach Zustellung schriftlich oder mündlich bei der zuständigen Kirchenbeitragssstelle berufen werden. Der Berufung kommt keine aufschiebende Wirkung zu. Die Berufung ist zu begründen bzw. zu belegen. Erfolgt keine Berufung, ist der Bescheid rechtskräftig und vor staatlichen Gerichten einklagbar.
  • Die Pfarrgemeinden sind nach § 22 der KBFO verpflichtet, den Kirchenbeitrag nötigenfalls auf dem Weg der gerichtlichen Mahnklage einzubringen.