Jetzt hat die Christuskirche endlich die Orgel bekommen, die sie eigentlich schon immer hätte haben sollen. Diesmal in qualitativ hochwertiger Ausführung – ein Jahrhundertwerk. Glücklicherweise waren auch noch einige originale Pfeifen von 1867 vorhanden und konnten als Basis einer neuen Orgel verwendet werden. Außerdem wussten wir nicht nur, wie die Orgel von 1867 geklungen hat – wir wussten auch, wie sie eigentlich hätte klingen sollen, wenn die Gemeinde damals finanziell mehr Spielraum gehabt hätte. Nach den gewaltigen Ausgaben für den Kirchenbau wurde 1867 nämlich nur mehr ein Instrument realisiert, das sich kaum zum konzertanten Einsatz verwenden ließ.
Aufbauend auf der originalen (und der ursprünglich geplanten) Disposition der Orgel hat die kleine, aber feine, deutsche Orgelbaufirma Lenter unter Verwendung der noch vorhandenen Originalpfeifen einen Neubau geschaffen, der die ursprüngliche Konzeption der Orgel aufgegriffen und weitergeführt hat. Am äußeren Erscheinungsbild der Orgel hat sich dadurch wenig geändert, das originale, denkmalgeschützte, Gehäuse blieb erhalten. Nur der Spieltisch hat wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild bekommen, der Organist sitzt damit wieder erhöht und mit Blick zum Altar. Das Innenleben wurde aber komplett umgebaut und füllt fast den gesamten Raum hinter dem Orgelprospekt.